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02.12.2019     Einladung zum 6. Stephani-Ritt von Fahrafeld

 

Am 26. Dezember 2019 findet bereits der 6. Stephani-Ritt von Fahrafeld (Marktgemeinde Pottenstein) nach Schwarzensee (Marktgemeinde Weißenbach an der Triesting) im südlichen Wienerwald statt.

Der Stephani-Ritt nach Schwarzensee ist Niederösterreichs bedeutendste Rosstraditionsveranstaltung in der Weihnachtszeit, die auf eine vor Jahrhunderten Jahren gepflegte Tradtion zurückgreift, und vor sechs Jahren erstmals durchgeführt wurde!

Ob hoch zu Ross/mit den Gespannen oder als Mitfeiernde: Alle sind herzlich willkommen!

1. Einladung/Plakat zum 6. Stephani-Ritt Anm: Aus organisatorischen Gründen melden sich Reiter und Fahrer bitte beim veranstalter, dem "Ersten Hirtenberger Reit- und Fahrverein" an. Kontakt und zweckdienliche Informationen siehe Plakat (Anlage)
2. Rückblick 5. Stephani-Ritt https://www.noeps.at/save-the-date-6-stephani-ritt-im-wienerwald/

3. kulturgeschichtlicher Hintergrund In den Wienerwald-Wallfahrtsort Schwarzensee fanden bis zum Verbot durch Kaiser Josef II. Prozessionen am Stephanitag in die Wallfahrtskirche zum hl. Ägydius statt, um vor dem Stephanusbild den Rosspatron Stephanus um Fürbitte anzurufen. Wie die bäuerliche Bevölkerung seinerzeit am 26. Dezember vor dem alten Ölbild mit der Darstellung der Steinigung des hl. Stephanus (Gemälde befindet sich im Längsschiff der im Kern romanischen Kirche) für ihre Rosse um Schutz und Gesundheit beteten, so wird heute beim gegenständlichen Stephani-Ritt nach der Ross-Segnung bei diesem Bild eine rote Votivkerze als Zeichen der Verehrung durch die Pferdefreunde entzündet. Die Farbe Rot ist der Hinweis, dass Stephanus sein Leben für Christus mit dem Blut bezeugt hat. Mit dem Stephani-Ritt wurde nach Jahrhunderten, wenn auch in anderer Form, die Tradition der Verehrung des Pferdepatrons Stephanus in Schwarzensee wieder aufgegriffen. Der hl. Erzmärtyrer Stephanus ist zudem auch der älteste und patroziniumsgeschichtlich "hervorragendste" Pferdepatron. Im Laufe der Zeit wurden zunehmend mehr andere Heilige an seiner Stelle als Pferdepatrone verehrt. Die Stephani-Ritte sind allgemein gesprochen ein Beispiel von jahrhundertealten Gepflogenheiten rund ums Ross, die später meist durch die Leonhardi-Ritte oder die Georgi-Ritte verdrängt wurden. Ein typisches Charakteristikum der Stephani-Ritte ist, dass sie in Schlichtheit und Stille (der Weihnachtszeit entsprechend) durchgeführt werden.


Wie die Stephani-Reiter für das Wohl ihrer Rosse selbstverständlich selbst sorgen, so sorgen für das leibliche Wohl der Pferdefreunde beim Abritt in Fahrafeld der Pottensteiner Bürgermeister und in Schwarzensee kredenzt der Bürgermeister von Weißenbach an der Triesting den "Stephani-Wein" (in Anlehung an die mittelalterliche Stephani-Minne). Der Wallfahrtsseelsorger von Schwarzensee wird wie im Vorjahr in bewährter Tradition die Ross-Segnung vornehmen. Der NÖ Landesjagdverband wird auch in diesem Jahr durch eine Jagdhornbläsergruppe vertreten sein.


Der "Erste Hirtenberger Reit- und Fahrverein" als Veranstalter ist mit Engagement und Freude dabei diese Tradition künftigen Generationen zu vermitteln. Es sind federführend Obmann Norbert Linsbichler sowie Kassierin Gertrude Köröcz, die mit Elan darauf schauen, dass diese Rosstraditionsveranstaltung in ihrer Form immer mehr Pferdefreunde anzieht. Das Referat Kultur und Pferd des NÖ Pferdesportverbands NOEPS erstellte das Programm und vermittelt den kulturgeschichtlichen Hintergrund.

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