News

 

Referat: Springen

<    Überblick    >

01.10.2018     Internationaler Siegesreigen und heimische Erfolge in Ranshofen

 

Der Reitclub Ranshofen hat am vergangenen Wochenende zu seinem vorletzten Saisonturnier geladen. Neben nationalen Teilnehmern waren es vor allem internationale Duos, die im Viereck und im Parcours überzeugen konnten.

Der Reitclub Hofinger im oberösterreichischen Ranshofen ist für seine gut organisierten und beliebten Pferdesportturniere bekannt. Mit einem kombinierten Dressur- und Springturnier der Kategorie C (CSN-C CSNP-C CDN-C) beging das Veranstaltungsteam rund um Josef Hofinger von 28. bis 30. September das neunte von insgesamt zehn Turnierwochenende im Jahr 2018. Auf zwei Plätzen wurden parallel 48 Bewerbe ausgetragen. Sowohl im Springen, als auch in der Dressur reichten diese von der lizenzfreien Klasse bis hin zur Klasse LM.

Dressurplatz

Am späten Nachmittag wurde der Hauptbewerb der Dressur, eine Prüfung der Klasse LM, entschieden. Bereits mit dem zweiten Teilnehmerpaar sollte das Publikum die Siegerin zu sehen bekommen. Die Oberösterreicherin Daniela Heitzinger-Gruber stellte ihre österreichische Stute Flick Flack H vor. Die neunjährige Stute ist eine Tochter des Chantré und spielte im Viereck ihre Stärken aus. Mit einer Wertnote von 7,20 Punkten trug sie ihre Reiterin zum verdienten Sieg. Noch einmal gefährlich wurde dem Duo die Salzburgerin Denise Langegger, die mit Royal Silver an den Start gegangen war. Die Reiterin des URC Steggut-Schwarzach platzierte sich mit 6,80 Punkten auf dem zweiten Rang vor der deutschen Cornelia Diewald mit Foster (6,60).
Heimische Platzierungen in Klasse L

Insgesamt zwei Bewerbe der Klasse L waren auf der umfangreichen Ausschreibung des RC Hofinger zu finden. Insgesamt 33 Starterpaare lieferten sich einen harten Schlagabtausch um den Sieg. In der Dressurreiterprüfung war es schließlich die für den Salzburger Reit- und Fahrverein Georgenberg startende Bettina Mayer, die als Siegerin hervorging. Sie hatte ihren zehnjährigen Hannoveranerwallach Dinozzo gesattelt und ritt zu einer Wertnote von 7,50. Damit verwies sie die beiden Deutschen Johanna Peter auf Pokerface und Marina König auf Illeburger auf die Ränge zwei und drei. Besonders erfreulich aus Veranstaltersicht ist die Leistung der Vereinsreiterin Carola Kaltenhauser, die mit ihrem Westfalenwallach Flash of Hope und einer Wertnote von 7,10 eine Platzierung auf dem vierten Rang abholte. Mit 6,90 Punkten holte Kaltenhauser in der Dressurprüfung der Klasse L eine weitere Platzierung auf dem vierten Rang. Hier musste sie sich der deutschen Sabrina Pleininger auf PoBest’s Lifestyle (8,00), Ines Grüblinger mit Donnatella (7,80) und Marina König mit Illeburger (7,20) geschlagen geben. In der Abteilung für Reiter mit höheren Lizenzen kam es zu einem schwarz-rot-goldenen Dreifachtriumph, der von Nadja Sommer mit Chariwari S angeführt wurde. Die aus Simbach angereiste Amazone erntete für ihren Ritt 7,00 Punkte. Komplettiert wurde das Podest von ihren Teamkolleginnen Angela Schützinger auf Federweisser und Magdalena Büchele auf Laughing out Loud.
Jungpferdeprüfungen

Fünf- und sechsjährige Dressurpferde konnten sich in zwei Jungpferdebewerben der Klassen A und L mit gleichaltrigen messen. Sie bekommen für Trab, Schritt, Galopp, Durchlässigkeit sowie Gesamteindruck Teilnoten verliehen, aus denen dann eine Gesamtwertnote errechnet wird. Im Bewerb der Klasse A Samba Pa Ti am meisten überzeugen. Die Rheinländerstute von Sir Donnerhall I wurde von der Pongauerin Denise Langegger vorgestellt und zeigte Highlights im Trab und Schritt. Mit gesamt 7,26 Punkten setzte sie sich an die Spitze des Feldes. In der Klasse L machten sich zwei Pferde untereinander den Sieg aus. Mit einer Gesamtwertnote von 7,08 Punkten wurde schlussendlich Del Basque, ein dunkelbrauner Westfalenhengst, mit seiner Reiterin Jacqueline Rother-Sindel zum Sieger gekürt.

Weitere Tagessiegerinnen und Sieger

Des Weiteren trugen sich am Finaltag die für den URC Steggut-Schwarzach reitende Lisa Haidacher-Dirninger auf Rappwallach Calilgula in der lizenzfreien Dressurreiterprüfung sowie die Oberösterreicherin Carina Grafinger mit Perfect Girl H und die Deutsche Bettina Meijs mit Catoo’s-Blitz H.S. in den beiden Abteilungen der Dressurprüfung Klasse A in die Siegerliste ein.


Springplatz

Der große Showdown im Parcours fiel am Sonntag mit einer Zweiphasenspringprüfung über 130 cm. Nicht weniger als 35 Paare waren in diesem Bewerb am Start, 27 von ihnen gingen in die zweite Phase. Hier war es der Routinier Johannes Holzeder, der seine Klasse gekonnt ausspielte und überlegen zum Sieg ritt. Der österreicherfahrene deutsche Championatsreiter hatte seine Zangersheide-Stute La Barca mit nach Ranshofen gebracht. Er wusste, dass er sich auf die Klasse der zehnjährigen Stute verlassen konnte, wählte geschickte Wege und nahm der Konkurrenz schlussendlich rund zwei Sekunden ab. Am nächsten kamen ihm seine Equipe-Kollegen Michael Straubinger auf Conix und Sandra Viehweg auf Chife Johny, die sich um nur knappe acht Hundertstelsekunden den zweiten und dritten Rang untereinander ausmachten. Das beste heimische Ergebnis lieferte Roman Tiefenthaller ab, der sich mit Wallach Beat auf dem vierten Rang platzierte.

Oberösterreichischer Triumph in der Klasse LM

Ebenfalls der Leistungsklasse LM entsprachen zwei Bewerbe, die über eine Höhe von 1,25 m ausgeschrieben waren. In einer Jungpferdespringprüfung beendeten sechs der 15 gestarteten Paare den Parcours fehlerfrei und platzierten sich damit ex aequo auf dem ersten Rang. Neben den fünf deutschen Paaren Karin Göschl und Spencer, Corinna Fröschl und Stalypso’s Lady, Andreas Schrankl und Corona H, Carl Maria Forstpointner und Crespo RR sowie Manuel Zapff und Heino war dies auch der Dänin Kaisa Ainomose auf Corbs Camp gelungen. In der Zweiphasenspringprüfung über 125 cm konnte ein österreichischer Sieg bejubelt werden. Roman Tiefenthaller zog so wie 18 weitere Paare in die zweite Phase ein und blieb mit seinem Bayerisch gezogenen Wallach Beat auch hier fehlerfrei. Mit der Zeit von 33,44 Sekunden setzte er die absolute Bestmarke, die nicht mehr unterboten werden sollte. Die Ränge zwei und drei gingen mit Maria-Magdalena Kinnigkeit auf Coco Couture und Luis Jobst auf Leila an die starke deutsche Equipe.

Deutsche Dominanz in Klasse L

Ranshofen ist ein guter Boden für die deutsche Equipe. Das haben die Gastreiter bereits bei vergangenen Turnieren immer wieder unter Beweis gestellt. Auch in den sonntägigen Finalspringen der Klasse L rangierten sie an der Spitze. So etwa in der Springpferdeprüfung über 115 cm, in der Theresa Isenberg auf ihrem Catoki-Nachkommen Clint H mit 8,30 Punkten die beste Wertnote und damit den Sieg absahnte. Auch Rang zwei ging mit Manuell Zapff und Chiron ebenfalls nach Deutschland. Clemens Bernard holte mit Charles auf dem dritten Rang eine Platzierung für den ansässigen RC Hofinger. Ein ähnliches Bild bot sich in der ersten Abteilung der L-Standardspringprüfung. Hier war das Podest mit Patricia Dums auf Coffee to Go, Christina Kähler auf DaGino F und Magdalena Gestl auf Perry ausschließlich schwarz-rot-gold gesetzt. Die Siegerin war übrigens die einzige, die den Parcours fehlerfrei bewältigte. Und auch in der zweiten Abteilung sollte mit Michael Scherr auf Jamaica RS ein deutscher Reiter die Siegesschleife abholen. Die übrigen Podestplätze wurden mit Ludwig Kendl auf Cargo und Krobinian Hain auf Ellie an Salzburg vergeben. Ulrike Pelikan war für den ansässigen RC Hofinger am Start. Sie holte mit Stute Soraya mit einem fehlerfreien Ritt eine Paltzierung auf dem 13. Rang ab. Mit einem unglücklichen Abwurf rangierte Vereinskollegin Annika Rutrecht auf Delicious auf dem 23. Platz.

Ausländische Erfolge in Jungpferdeprüfungen

Eine Prüfung über Hindernishöhen von 105 cm war speziell für junge Pferde ausgeschrieben. In der ersten Abteilung für vierjährige Cracks kam es zu einem Exotensieg. Bronte Sewell aus Neuseeland stellte die dunkelbraune Stute Chulia erfolgreich vor und ritt mit einer Wertnote von 6,20 zum Sieg. Die zweite Abteilung für fünf- bis sechsjährige Pferde war mit 21 Startern zahlenmäßig sehr stark besetzt. Einem Paar gelang es die 8,00-Marke zu knacken. Larissa Dücker aus Postmünster hatte den Clinton-Sohn Cidam B souverän vorgestellt und dafür vom Richterkollegium die Tageshöchstnote verliehen bekommen. Ihr Landsmann Manuel Zapff belegte mit seinen beiden an den Start gebrachten Pferden Karmina und HB Cerry mit den Noten 7,90 und 7,80 die Ränge zwei und drei.
Weitere Tagessiegerinnen und Sieger

Im Parcours führten außerdem Elena Bachmaier mit Coolman (GER) in der lizenzfreien Stilspringprüfung über 95 cm, Laura Winterstetter mit Mentos (GER) und Michael Pobitzer mit Cancara’s Boy (OÖ) in den beiden Abteilungen der Stilspringprüfung über 95 cm sowie Korbinian Hain auf Land’s End (S) und Jasmin Töpfer auf Quidam’s d’Arc (OÖ) in den beiden Abteilungen der Standardspringprüfung über 105 cm die Ehrenrunde an.

Für den Reitclub Hofinger war unter anderem Lena Pelikan am Start. Die junge Amazone landete mit Cheeky K im Standardspringen über 105 cm auf dem 19. Rang.

Vorschau und Veranstaltungstipp

Finalstimmung macht sich breit in Ranshofen, denn kommendes Wochenende veranstaltet der RC Hofinger von 05. bis 07. Oktober sein zehntes und allerletztes Reitturnier in dieser Saison 2018. Die Vorbereitungen für das nächste Turnierjahr sind voll im Gange, sodass man sich schon bald auf den Veranstaltungskalender 2019 freuen darf.

www.rc-hofinger.com
www.horse-events.at
www.pferdenews.eu



Anbei erhalten Sie Bilder, die bei Nennung des Urheber „Foto: TEAM myrtill“ honorarfrei verwendet werden dürfen:
- Daniela Heitzinger-Gruber und Flick Flack ließen mit zwei Siegen und einem dritten Rang aufhorchen – Foto: TEAM myrtill
- Bianca Jahn sammelte fleißig Nullrunden und Top-Platzierungen – Foto: TEAM myrtill

<    Überblick    >