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12.08.2019     Ranshofen: Bösch und Seifter triumphieren an zweitem Sommerserien-Wochenende

 

Die Ranshofner Sommerserie ging am Wochenende von 9. bis 11. August in ihre zweite Runde. Insgesamt 50 Dressur- und Springbewerbe bis zur schweren Klasse standen auf dem Programm. Alexander Bösch und Anna Seifter setzten sich in den sonntägigen Hauptbewerben durch.

Drei Wochen lang öffnet der Reitclub Hofinger im oberösterreichischen Ranshofen von 2. bis 18. August seine Pforten für die traditionelle Sommerserie, bestehend aus drei nationalen Turnier-Wochenenden. Nachdem am ersten August-Wochenende mit einem Dressurturnier bis zur nationalen Kategorie A* der Startschuss gefallen war, wurden am zweiten Turnierwochenende sowohl Viereck als auch Parcours aufgebaut. Von Freitag bis Sonntag kamen parallel auf drei Veranstaltungsplätzen insgesamt 50 Bewerbe und 72 Einzelentscheidungen zur Austragung. In der Dressur reichte die Prüfungspalette von lizenzfreien Bewerben bis zur mittelschweren Klasse, im Springen sogar bis zur schweren Klasse. ReiterInnen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, der Tschechischen Republik und sogar Schweden waren der Einladung der Familie Hofinger gefolgt und nach Ranshofen gekommen.

Das Wochenende des Alexander Bösch

Im Parcours kam es am Sonntagabend zu einer spannenden Entscheidung zwischen vier ReiterInnen, die allesamt im Umlauf des Großen Preises fehlerfrei geblieben waren und somit in das Stechen um den Sieg in dieser Prüfung der schweren Klasse einzogen. Unter ihnen Hausherrin Lisa Hofinger und der Vorarlberger Alexander Bösch, der bereits auf ein erfolgreiches Wochenende zurückblicken konnte. Als erster Starter im Stechen legte Bösch im Sattel von Espresso SB vor, blieb erneut fehlerfrei und brachte die Konkurrenz mit der Zeit von 41,23 Sekunden unter Zugzwang. Schnell war klar, dass er mit seinem Ritt nicht nur die Bestzeit aufstellen sollte, sondern zudem als einziger erneut fehlerfrei blieb. Die Oberösterreicherin Alena Gasperl landete auf Aconell mit einem Abwurf auf Rang zwei, der Deutsche Florian Fischer wurde auf Coeur de la Baviere mit zwei Abwürfen vor Lisa Hofinger und Narnia, bei denen ebenfalls zwei Stangen gefallen waren, Dritter.
Bösch hatte an dem Wochenende bereits zuvor mehrfach aufzeigen können. Er gewann etwa am Samstag mit Iquigene die Standardspringprüfung über 130 cm und mit Vancouver den Bewerb der schweren Klasse über 140 cm. Am Freitag musste er sich mit Vancouver in der Klasse M nur knapp geschlagen geben und wurde Zweiter. Am letzten Wettkampftag landete er einen weiteren Erfolg. Dieses Mal mit Stute Kleon’s Ariosa SB. Im LM-Bewerb über 130 cm blieb er nicht nur fehlerfrei, sondern stellte in 65,79 Sekunden auch die klare Bestzeit auf. Der Zweitplatzierte Helmut Schönstetter (GER) hatte mit Grace um rund drei Sekunden das Nachsehen. Otto Steurer (GER), dem sich Bösch noch am Freitag knapp geschlagen geben musste, wurde mit Casillias Dritter.
Der zweite Bewerb der Klasse LM führte über einen Parcours mit Hindernishöhen von 125 cm. 14 der über 40 StarterInnen pilotierten ihre Pferde ohne Springfehler über die Ziellinie. Die Zeit sollte aber einen limitierenden Faktor darstellen und so kassierten drei ReiterInnen, die an sich fehlerfrei geblieben wären, Strafpunkte für Zeitüberschreitung. Mit 71,77 Sekunden stellte die Schweizerin Selina König zwar über das gesamte Teilnehmerfeld gesehen nicht die Bestzeit auf, sorgte mit Balouwin allerdings für den schnellsten fehlerfreien Ritt und holte sich damit den verdienten Sieg. Die übrigen Podestplätze blieben mit Angel Fischleder auf der österreichischen Stute Walesca und Gerhard Aschauer mit Alabasta Z in Oberösterreich.

Salzburger Sieg im Viereck

Der Hauptbewerb der Dressur wurde mittels einer Dressurprüfung der mittelschweren Klasse (M) entschieden. Mit der Wertnote 7,40 ging der Sieg am Sonntag an die Salzburgerin Anna Seifter. Die Reiterin des Union Reiterhof Weiss-Kuchl war mit dem achtjährigen Hannoveranerwallach High Nobility nach Ranshofen gekommen und kann nach dem Wochenende ein positives Resümee ziehen. Zwar musste sie sich am Samstag in der Klasse M noch einem deutschen Trio, angeführt von Susanne Osenberg mit Chico, geschlagen geben und platzierte sich mit der Wertnote 6,80 auf dem vierten Rang. Dafür konnte sie sich am Finaltag deutlich steigern und durfte mit der Bestmarke die Ehrenrunde anführen. Mit 0,20 beziehungsweise 0,40 Punkten Abstand war ihr die Schweizerin Carola Steurer dicht auf den Fersen, die mit den beiden an den Start gebrachten Pferden Carpe Diem und Don Dee gekonnt ablieferte und sich die Ränge zwei und drei sicherte.
In der Klasse LP hingegen stellten die deutschen GastreiterInnen ihre Dominanz unter Beweis. In der Abteilung für R2-ReiterInnen platzierte sich das deutsche Trio Kim Manuela Ostermaier mit Birkhof’s Touch me (7,40), Melanie Straßberger mit Lucatoni (6,80) und Jacqueline Rother-Sindel mit Del Basque (6,70) auf dem Podest. In der zweiten Abteilung verhinderte Carola Steurer einen schwarz-rot-goldenen Doppelerfolg. Die Schweizerin wurde im Sattel von Don Dee hinter Kerstin Steinleitner auf Race Kelly Zweite und verdrängte die deutsche Franziska Spohr-Lanz mit Don Heinrich auf Rang 3. Mit ihrem Zweitpferd Carpe Diem teilte sie sich punktegleich mit Spohr-Lanz zudem den dritten Platz.

Zahlreiche Heimerfolge

Neun ReiterInnen des RC Hofinger sorgten an dem Wochenende insgesamt für 20 Platzierungen und Siege des Ranshofner Teams. Allen voran Ulrike Pelikan, die mit Hannoveranerstute Soraya am Sonntag die Standardspringprüfung der Klasse A gewann, am Samstag Dritte wurde und zudem je eine Platzierung in den Klassen A und L verbuchte. Hausherrin Lisa Hofinger holte am Freitag mit AWÖ-Stute CC Coralie in der Einlaufspringprüfung über 80 cm einen ersten Rang, platzierte sich am Samstag im LM-Bewerb mit Narnia fehlerfrei auf Rang 10 und wurde im Großen Preis am Sonntag Vierte.
In der Dressur konnte unter anderem Christine Zoller punkten. Neben einem dritten und einem zweiten Platz mit Zauberfee in der Klasse A sicherte sie sich mit dem erst achtjährigen Fit-For-Fun-Nachkommen Fürst Georgenburg am Samstag in der Klasse LP den starken zweiten Platz.
Weitere Platzierungs-Schleifen für den RC Hofinger hatten Boris Moosbrugger, Jacqueline Fotsthofer, Marion Geiger, Alissa Aigner, Stefanie Furtner sowie Anna-Lena Prex gesammelt.

Ganz nach dem Motto nach dem Turnier ist vor dem Turnier blickt man beim RC Hofinger bereits gespannt auf das nächste Wochenende, an dem die Ranshofner Sommerserie mit einem weiteren dreitägigen CSN-B* CDN-B* ihren Ausklang nimmt.

Mehr Infos: www.rc-hofinger.com
Mehr Ergebnisse: www.horse-events.at
Mehr News: www.pferdenews.eu


- Sieger im sonntägigen S-Springen: Alexander Bösch – Foto: TEAM myrtill


- Lisa Hofinger, die im Großen Preis an vierter Stelle auftrumpfte – Foto: TEAM myrtill


- Christine Zoller, die im Viereck punktete – Foto: TEAM myrtill

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