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Referat: Springen

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03.08.2018     Hochsommerlicher Auftakt zum ÖSTM-Wochenende

 

Der Pferdesportpark Magna Racino bietet wie im Vorjahr die großartige Bühne für die Titelkämpfe der Österreichischen Staatsmeisterschaften aller Klassen. Von 02.-05. August traf sich also die heimische Springelite in Ebreichsdorf ein und wird sich an diesem ersten August-Wochenende ein spannendes Duell um Gold, Silber und Bronze liefern. Die ersten glorreichen Gewinner wurden heute Donnerstag bei sommerlich heißen Temperaturen prämiert. Der Tagessieg ging an Matthias Raisch, der in bravouröser Manier an seine Erfolgsserie anschließen konnte: Nach seinem Linzer Doppelsieg in der Vorwoche brillierte er am Donnerstagabend als umjubelter S*-Sieger.

Die ersten 14 Rahmenbewerbe waren brachten durch die Bank würdige Gewinner hervor. Besonderes Augenmark hatte man klarerweise auf das S*-Springen gelegt, das mit den Abmessungen bis 1,40 Meter zur Hauptprüfung des Tages zählte. Hier war Spannung bis zum Schluss garantiert, denn die genannten Arrivierten hatten sich wahrlich nichts zu schenken. Es bahnte sich beinahe ein niederösterreichischer Triumph an, denn Theresa Pachler und Crizz trumpften zu Beginn der Prüfung mit einer Spitzenrunde auf und lagen lange Zeit in 73,67 Sekunden in Führung. Doch ihre Kontrahenten vereitelten den vermeintlichen blau-gelben Erfolg. Am Ende des Rennens machten es Matthias Raisch, Willi Fischer und Fritz Kogelnig jun. nämlich nochmals ordentlich spannend und brausten mit Siegeswillen über den Parcours von Hubert Kuttelwascher und Andreas Bamberger. Der Oberösterreicher Matthias Raisch, der am vergangenen Wochenende im Großen Preis von Linz gleich zweifach aufhorchen ließ, gab mit Magic 14 ordentlich Gas und schnappte sich 67,69 Sekunden den Auftaktsieg im schweren Springen. Nur wenige Zehntel dahinter klassierten sich nach einer gelungenen Runde Willi Fischer und Dollargirl 16 in 68,94 Sekunden auf dem zweiten Platz. Dritter wurde Fritz Kogelnig jun., der mit BG Most Wanted in 71,86 Sekunden über die Ziellinie galoppierte.


Die Startglocke ertönte pünktlich um 7:30 Uhr und läutete den Turniertag mit dem Stilspringen ein. Dieses wurde in drei Abteilungen getrennt: In der ersten Gruppe der R1-ReiterInnen reihten sich Romana Winter und Varios little Lady WM on Top vor Katharina Ranner auf WHPs Requiem, Max Katzlberger mit Santa Fee 143 und Leonie Katharina Mertal mit Elhorn V H Mettenhof. In der zweiten Abteilung der Ponys führten die beiden Schwestern Martina und Magdalena Stettinius das Starterfeld an vor Sophie Züger, Lou Puch und Pascal Hantke. Zu guter Letzt´ war Miriam Weingartner mit Castellioni's Electric Fire bei den B-Ponys siegreich vor Emilie Spranz auf Mohawk 3 und Adina Neuretter auf Amadeus 105.

Zwei Salzburger Siege gab es im Standardspringen über 1,05 Meter zu feiern: Während in der ersten Abteilung Max Katzlberger mit Santa Fee 143 vor Sabine Ebner auf Dollar Girl 4 und Katharina Ranner auf WHPs Requiem zugeschlagen hatte, zeichnete sich Lisa-Marie Arvai bei den höheren Lizenzklassen aus. Gemeinsam mit Carna konnte die Nachwuchsreiterin Laszlo Gombar mit Fiorette auf den zweiten und Lisa-Maria Melzer mit Caitana S auf den dritten Rang verweisen.

Im Standard-L setzten sich Sabine Ebner und Dollar Girl 4 mit dem einzigen fehlerfreien Ritt verdient an der Spitze durch. Mit dem schnellsten „Vierer“ mischte Melanie Steinert auf Carthan ganz vorne mit. Rang drei ging an Raphaela Hörmann und Cuba Libre H. Frech und couragiert nahm Lou Puch auf Quen Dira T On ihre Runde in Angriff und wurde in 64,19 Sekunden mit dem Triumph in der zweiten Abteilung belohnt. Über zwei beziehungsweise vier Sekunden hatte sie ihren Kontrahenten Katharina Karpf mit Alasca I (66,96 Sekunden) und Laszlo Gombar auf Corona 3 (68,35 Sekunden) abgenommen.

Aufgrund des mächtigen Teilnehmerfeldes musste das LM-Springen über 1,30 Meter geteilt werden und somit wurden auch zwei Sieger prämiert. Am absolut schnellsten unterwegs war Markus Saurugg, der mit Chester 24 eindrucksvoll seinen Stempel aufdrückte. Nur 64,51 Sekunden hatte er für den von Hubert Kuttelwascher und Andreas Bamberger gestellten Kurs gebraucht und führte verdient die Ehrenrunde an. Hinter dem siegeichen Steirer reihte sich Alfred Fischer mit Cayana in 66,42 Sekunden am zweiten und Simon Johann Zuchi mit Lord von Pachern in 70,28 Sekunden am dritten Platz. Die „grüne Mark“ stand mit Siegfried Schlemmer auch in der zweiten Abteilung ganz vorne. Ihm gelang mit seinem flinken Fuchswallach Flick Flack eine zügige Runde in 66,36 Sekunden. Nina Brand bestach als beste Amazone auf dem zweiten Platz. Die Niederösterreicherin konnte sich dabei voll und ganz auf ihren selbstausgebildeten Deckhengst Calme P v. Calido-Alme Z verlassen. Marianne Schindele sprang mit Brugha dahinter in 70,56 Sekunden auf den dritten Endrang.


Die Entscheidungen am zweiten Austragungsplatz

Am zweiten Austragungsplatz wurde der erste Turniertag mit zwölf fehlerfreien Vorstellungen im 0,95 Meter hohen Einlaufspringen eröffnet.

Es folgte ein stilsicherer Auftritt von Marie Lietz, die sich mit Coco La Belle die Höchstnote von 7,50 Punkten sicherte und das Stil-A für sich entscheiden konnte. Am Podium rangierten dahinter Julia Pucher auf Lancelot mit 7,10 Zählern und Fiona Katharina Oppl auf Roccoco H mit exakt 7,00 Punkten. Das Kunststück "Bestmarke" gelang der Niederösterreicherin Marie Lietz im Stilspringen über 1,15 Meter erneut: Für die gelungene Darbietung mit Coco La Belle zückte das Richterkollegium eine glatte 8,00. Am ehesten an die siegreiche Marke kamen Julia Pucher und Raffaella Rab heran, die die Prüfung mit 7,40 und 7,00 Punkten beendeten.

Julia Vidmar jubelte mit Campino Royal in der ersten Standard-A-Abteilung und flog in 56,28 Sekunden vor Alexander Wurm (57,23 Sekunden) und Nicole Katzianschitz (66,05 Sekunden) zum Sieg. Nach Slowenien wurde anschließend der Triumph in der zweiten Abteilung entführt: Neza Smolnikar holte mit Hardlina in 53,68 Sekunden die Bestmarke vor dem deutschen Gastreiter Gregor Schefczyk (57,67 Sekunden) und Lara Pohn (60,70 Sekunden).

AWÖ YOUNG STARS SPRINGCUP

Der AWÖ YOUNG STARS SPRINGCUP gastiert an diesem ÖSTM-Wochenende im Magna Racino und es fielen die Entscheidungen in der fünften und vorletzten Vorrunde. Bei den Fünfjährigen platzierte sich Peter Englbrecht on Top. Der Oberösterreicher sattelte Charlotte 6, eine sprunggewaltige Tochter des Lord Z, und erhielt die Bestnote von 7,80 Punkten. Dominik Wessely und die aus eigener Zucht stammende Cidney PZW platzierten sich nur knapp dahinter – mit 7,70 Punkten – an zweiter Stelle. Mit je 7,50 Punkten lagen Michaela Lueger auf Ratina MKC und Siegfried Schlemmer auf Copino J gleich auf. Eine Platzierung gab es obendrein für Andreas Wessely und seine selbstgezogene Galaxy PZW, die leider einen Flüchtigkeitsfehler notieren mussten.
Einmal mehr dominiert hatten bei den Sechsjährigen die beiden von Gerhard Höhenwarter vorgestellten Pferde Good Vibration 2 und Condor S 2: Mit 8,50 Punkten triumphierte die letztjährige AWÖ YOUNG STARS CUP Gesamtsiegerin Good Vibration 2 vor ihrem Stallkollegen Condor S 2, der die Prüfung mit 8,20 Punkten fulminant eröffnet hatte. Je 7,30 Punkte holten Larissa Scherr mit Alina 45 sowie Andreas Pallisch auf Captain Jack Sparrow 6.

Katharina Kaiser und Withney S konnten im 1,20 Meter hohen Standardspringen bei den R1-Reitern als Siegerpaar hervorgehen und verdrängten Christina Schultes mit Cortado 2 auf den zweiten Rang. Im Anschluss wurde ein ungarischer Triumph gefeiert: Kajtar Akos und Bognár Turán trumpften in 57,25 Sekunden mit der Bestzeit auf. Tina Steinauer setzte sich mit Freestyle Lady geschickt in Szene und holte in 59,54 Sekunden Rang zwei. Lena Binder ließ dahinter mit Qualina in 61,19 Sekunden aufhorchen und wurde Dritte.

Ein hochspannendes Duell gab es im abschließenden 1,25 Meter hohen Standardspringen, wo lediglich drei Hundertstel den Sieg ausmachten. Dagmar Wallenko war mit ihrer Erfolgsstute Vienna XII rasant unterwegs und übernahm in 63,76 Sekunden gekonnt die Führung. Diese sollte aber nicht bis zuletzt halten, denn Sabiene Rath und ihre ÖWB-Stute Calmira JW hatten einen Angriff gewagt und jumpten in schnelleren 63,73 Sekunden über die geforderten Hürden. Das Podium wurde komplettiert von Magdalena Margreiter und Catuso, die ihre Runde in 65,29 Sekunden beendeten.


Morgen Freitag wird es mit den ersten Meisterschaftsprüfungen im Rahmen der B-Ponys, der Pony Nachwuchs Trophy und Mannschaft sowie der ÖSTM der Allgemeine Klaasse und Mannschaft ernst.

Am Abend wird Party-Stimmung aufkommen, denn ab 20:30 Uhr ist die Gerald Beck und RC Magna Racino RIDERS PARTY im Reiterstüberl angesetzt. Wir freuen uns auf Euer Kommen!


Alle Infos, News und Ergebnisse auf www.magnaracino.at




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