News

 

Referat: Dressur

<    Überblick    >

06.08.2018     Ranshofen: Cup-reicher Auftakt in dreiwöchige Turnierserie

 

29 Bewerbe und sechs hochkarätige Cup-Wertungen lockten zahlreiche in- und ausländische Reiter am ersten Augustwochenende zum nationalen Dressurturnier beim RC Hofinger.

Der Reitclub Hofinger im oberösterreichischen Ranshofen gilt als beliebter Boden für Pferdesportveranstaltungen in der Dressur und im Springsport. Am ersten Augustwochenende beging das Team rund um den erfahrenen Veranstalter Josef Hofinger mit einem nationalen Dressurturnier der Kategorien A* und B (CDN-A*, CDN-B) seinen Auftakt in eine dreiwöchige Turnier-Serie. Zahlreiche in- und ausländische Reiter folgten der Einladung. Ein besonderes Highlight waren vier gut dotierte Cup-Wertungen in den Klassen lizenzfrei, A, L und LP, M sowie S.
Monika Glaser gelingt der Hattrick
Das CDN-A* CDN-B in Ranshofen bildete den Rahmen für mehrere hochdotierte Cups, die über je drei Teilbewerbe an den drei Turniertagen liefen. Der Getränke Oppawa Cup wurde über drei Prüfungen der schweren Klasse S entschieden und ist mit einem satten Preisgeld dotiert. Eine Amazone kristallisierte sich als klare Siegerin heraus. Die Deutsche Monika Klasa legte mit ihrem Bayrischen Fuchs Ronaldino bereits am Freitag mit dem Sieg im ersten Teilbewerb einen Auftakt nach Maß hin. Am Samstag bestätigte das Duo seine Leistung des Vortages und ritt mit 67,281 % erneut zum Sieg. Auch im sonntägigen Finalbewerb bewiesen die beiden Nerven und konnten sich sogar noch einmal steigern. 68,684 % war dem Richterkollegium Klasas Ritt wert. Die Amazone setzte sich zum dritten Mal an die Spitze des Teilnehmerfeldes und heimste mit 203,114 Punkten das wohl verdiente Preisgeld für den Cupsieg ein. Mit rund zwei Punkten Rückstand klassierte sich ihre Landsfrau Verena Huber mit Raseda auf den zweiten Rang (201,886). Rang drei ging mit Yara Reichert und Schwarzer Mond (196,271) ebenfalls an unsere deutschen Nachbarn.
Reichert siegt im Benediktiner-Weißbier/Bitburger-Cup
Der Benediktiner-Weißbier/Bitburger Cup, der in drei Teilbewerben der mittelschweren Klasse ausgetragen wurde, bis auf eine oberösterreichische Teilnehmerin nur deutsche Gastreiter ihre Nennung abgegeben. Yara Reichert kristallisierte sich recht schnell als Favoritin in der Cupwertung heraus. Im Sattel von Ronjador behielt die Amazone auch im Finalbewerb die Nerven und ritt mit 69,474 % zum Tages- sowie mit 204,665 Punkten zum Gesamtsieg dieser Cupwertung. Die Plätze zwei und drei in diesem mit sattem Preisgeld dotierten Cup gingen an ihre Landsfrauen Verena Huber auf Doppelt Gut (199,293) und Beate Maruschtik mit Sabia TL (199,247).
Spannende Entscheidungen im RC Hofinger Cup
Reiter der Klassen L und LP lieferten sich in den beiden Wertungen des RC Hofinger Cups enge Kopf-an-Kopf-Rennen. In der niedrigeren Leistungsklasse lieferten sich zwei Oberösterreicherinnen ein heißes Duell um den Cupsieg. Währen Katja Sadil mit ihrer ÖWB-Stute Ferrara mit einer Wertnote von 7,20 den finalen Teilbewerb für sich entschied, musste sie in der Cupwertung knapp ihrer Konkurrentin den Vortritt lassen. Franziska Altmann, die für die Sportunion Reitclub Hofinger reitet, lieferte mit Hannoveranerwallach Mister Deak an allen drei Turniertagen ab und holte sich mit gesamt 20,800 Punkten den Cup-Sieg. Katja Sadil blieb mit 20,300 Punkten der zweite Platz. Rang drei der Cup-Wertung ging mit Lisa-Maria-Koller und Salvadore (19,000) an die starke deutsche Equipe.
Mit einem Sieg im Finalbewerb des RC Hofinger Cups der Klasse LP besiegelte Lucie Stahl aus Erding in Deutschland im Sattel von Golden United ihren Sieg in dieser Cupwertung. Sie erritt über die beiden Teilbewerbe gesamt 15,000 Punkte und verwies damit ihre beiden Equipe-Kolleginnen Magdalena Weindl auf PAV Nemax Märchenprinz und Julia Bauer auf Imperator auf die Ränge zwei und drei. Die beiden Amazonen hatten je 13,100 Punkte zu Buche stehen. Aufgrund der besseren Wertung von Weindl im zweiten Teilbewerb platzierte sie sich am zweiten Platz.
Deutsche Dominanz im Reitsport Götz Cup
Im Reitsport Götz Cup, der aus drei Teilbewerben an sämtlichen Turniertagen besteht, hatten klar die ausländischen Gastreiter die Nase vorne. In beiden Wertungen erstrahlte das Podest rein in Schwarz-Rot-Gold. In der lizenzfreien Wertung ging der Sieg mit zweimaliger Wertnote von 8,00 und gesamt 23,800 Punkten an Maximilian Thomas auf Coby Man. Seine Landsfrau Nadine Strahl belegte mit Verona den zweiten Platz. (20,400 Punkte). In der Wertung für R1-Reiter lief die Oberösterreicherin Katja Sadil im sonntägigen dritten Teilbewerb mit einer Wertnote von 7,4 nach dem Sieg in der Klasse L erneut zur Höchstform auf. Gesattelt hatte sie die in Österreich gezogene Stute Ferrara v. Concept. Da sie im zweiten Teilbewerb nicht am Start gewesen war, reichte es in der Cupwertung jedoch nur für den vierten Rang. Mit zwei Siegen im ersten und zweiten Teilbewerb sowie Rang zwei im dritten Teilbewerb entschied diese die deutsche Amazone Lisa-Maria Koller auf Chwupdiwup verdient für sich. Sie hatte schlussendlich 22,000 Punkte zu Buche stehen. Mit ihrem zweiten Pferd, dem Bayerischen Wallach Salvadore, holte sie zudem den zweiten Platz (19,200). Mit Tina Kukan und Satschmo (19,100) ging auch der dritte Cup-Platz nach Deutschland.
Wagner siegreich im Grand Prix Special
Das erste von drei Turnierwochenenden beim RC Hofinger im August diesen Jahres gipfelte am Sonntagnachmittag im Hauptbewerb, dem Grand Prix Special. Fünf Reiter-Pferd-Paare hatten ihre Nennung für diese Prüfung der schweren Klasse abgegeben. Mit 68, 170 % brillierte die Deutsche Ursula Wagner im Sattel von Dilenzio OLD im Ranshofner Viereck. Sie setzte sich damit um rund einen Prozentpunkt von Kathleen Muhr ab, die mit Louisa 66,928 % erreichte. Das Podium wurde von Marc Oliver Blessing mit Dagon S (63,327 %) komplettiert.
Junge Dressurstars
Für die Nachwuchscracks unter den Vierbeinern hatte der Veranstalter am Finaltag zwei Dressurpferdeprüfung ausgeschrieben. In jener der Klasse L für fünf- bis sechsjährige Pferde wusste sich die dunkelbraune Stute Fidelitas am besten zu profilieren. Die For-Romance-Tochter wurde von der Deutschen Katja Lind vorgestellt und knackte im Galopp und Trab die 8,00-Marke. Mit gesamt 7,58 Punkten entschied die fünfjährige in Hannover gezogene Stute die Prüfung für sich. Der Sieg in der Dressurpferdeprüfung der Klasse M ging nach Salzburg. United Europ, ein schicker in Österreich gezogener Hengst nach Uphill, wurde von Nicola Baur-Rona vorgestellt. Der Braune glänzte im Viereck mit Traumwertnoten wie 9,00 für den Galopp und 8,00 für Trab und Gesamteindruck. Unterm Strich ergab sich eine Gesamtwertnote von 7,90 und der überaus verdienten Sieg in dieser Prüfung.
Strahlende Siegesgesichter
Insgesamt elf Bewerbe wurden am dritten Turniertag des CDN-A* CDN-B Ranshofen auf zwei Austragungsplätzen über die Bühne gebracht. Auch abseits der Cup-Prüfungen sorgten die nationalen und internationalen TeilnehmerInnen für sehenswerte Leistungen im Viereck. So etwa Kathleen Muhr aus Deutschland, die mit Don Corleone in der Dressurprüfung der Klasse S nicht nur zu 67,546 % ritt, sondern damit auch die Ehrenrunde anführte. Ebenfalls aus Deutschland kommen die Siegerinnen der Dressurprüfung Klasse A, Julia Neugebauer auf Gaiata, der Dressurprüfung Klasse L, Lisa Grupen mit Fürstenliebe, der Intermediaire B, Yara Reichert mit Schwarzer Perle sowie der Dressurprüfung Klasse LP, Anna Strobl mit Hidalgo V.
Das dreitägige CDN-A* CDN-B in Ranshofen war lediglich der Auftakt für drei aufeinanderfolgende hochklassige Turnierwochenenden. Während der Auftakt rein der Dressur gewidmet war, werden die Turniere in den kommenden 14 Tagen jeweils für Spannung im Viereck und im Parcours sorgen.




Fotos: TEAM myrtill

<    Überblick    >